Was ist Logotherapie und Existenzanalyse?

 

Die Existenzanalyse wurde von Viktor E. Frankl (1905 - 1997) in den dreißiger Jahren als antropologische Theorie für eine existentielle Richtung der Psychotherapie und Beratung entwickelt. Aus ihr entwickelte Viktor E. Frankl zur selben Zeit die Logotherapie als eine sinnorientierte Beratungs- und Behandlungsform, die er erstmals 1946 in dem Buch "Ärztliche Seelsorge" zusammenfaßte. 

 

Die praktische Anwendung der Logotherapie liegt primär in der Hilfestellung für Menschen, welche (noch) nicht erkrankt sind, sich aber in einer existentiellen Orientierungslosigkeit befinden, an der sie leiden. Ziel der Logotherapie ist eine Verdichtung der individuell gelebten Sinnfülle ("Lebensdichte" durch die Hinführung zu einer frei gewählten Verantwortung ("Eigenverantwortlichkeit"). 

 

Existenzanalyse bedeutet Analyse der Bedingungen für ein wertfühlendes, selbstgestaltetes und menschenwürdiges Leben.  Existenzanalyse hat die Entfaltung der Offenheit und Eigenaktivität (Hingabefähigkeit) im Erleben, in den Beziehungen und im Handeln zum Ziel. Die Existenzanalyse arbeitet somit an den personalen Voraussetzungen für eine sinnvolle Existenz, wo diese durch seelische Krankheiten und Störungen verschüttet sind. Sie hat als theoretischen und praktischen Hintergrund das Konzept der Grundmotivationen der Existenz:

 

  • Weltbezug
  • Lebensbezug
  • Selbstbezug
  • Sinnbezug

 

In der Existenzanalyse steht die Person im Zentrum mit ihrer Fähigkeit sich zu dem zu entscheiden, was sie im Leben ausmacht, und das eigene Leben mit innerer Zustimmung zu leben

HELENE DÖTTELMAYER
PSYCHOTHERAPEUTIN

LOGOTHERAPIE UND EXISTENZANALYSE

In Ausbildung unter Supervision


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